Interview

OPERATIONSTECHNISCHE/R ASSISTENT/IN

Charlotte Steffens | 24 Jahre

3 jahre

welchen beruf lernst du?

Ich lerne den Beruf der operationstechnischen Assistentin (OTA) beim Städtischen Klinikum Magdeburg.

Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Ich habe mich für den Beruf der OTA entschieden, weil mich die Anatomie des Menschen schon immer fasziniert hat und ich gern so nah wie möglich am OP-Geschehen mitarbeiten möchte. Der Beruf bietet mir die Möglichkeit, aktiv an Operationen mitzuwirken, Verantwortung zu übernehmen und Teil des operativen Teams zu sein. Genau diese Kombination hat mich überzeugt, dass es der richtige Weg für mich ist.

 

Wie hast du deine Ausbildungsstelle gefunden?

Von dem Beruf wusste ich vorher tatsächlich noch nichts. Die Informationen über den Beruf habe ich durch eine Kollegin meiner Mutter bekommen. Dadurch wurde mein Interesse geweckt und ich kam auf die Idee, mich für die Ausbildung zu bewerben. Im Nachhinein war das für mich genau die richtige Entscheidung.

Was lernt man in diesem Beruf?

In diesem Beruf lernt man, selbstständig und gleichzeitig im Team zu arbeiten, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und Durchhaltevermögen sowie Resilienz zu entwickeln. Man wächst häufig über sich hinaus und lernt, das eigene Handeln und auch die Teamprozesse regelmäßig zu reflektieren und zu hinterfragen. Dadurch arbeitet man nicht einfach nur nach Routine, sondern bleibt aufmerksam und handelt bewusst und verantwortungsvoll.

Welche Fähigkeiten sollte man für diesen Beruf mitbringen?

Für den Beruf der OTA sollte man Interesse an medizinischen Abläufen und verschiedenen Fachgebieten mitbringen. Außerdem sind Ausdauer, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit wichtig. Da man während Operationen oft über längere Zeit steht und sich viel bewegt, ist auch eine gute körperliche Belastbarkeit von Vorteil.

Ebenso braucht man eine hohe Konzentrationsfähigkeit, um auch bei langen Eingriffen aufmerksam zu bleiben, mitzudenken und den Operateur vorausschauend zu unterstützen. Nicht zuletzt ist auch eine gewisse mentale Stabilität wichtig.

Der Klinikalltag kann körperlich und emotional herausfordernd sein. Deshalb sollte man belastende Situationen gut verarbeiten können und über Resilienz verfügen, um auch in herausfordernden Situationen professionell und empathisch zu bleiben.

Wie lange lernst du?

Die Ausbildung zur operationstechnischen Assistentin dauert drei Jahre. Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfungen erlange ich die Examinierung zur operationstechnischen Assistentin.

Wie soll deine berufliche Karriere nach deiner Ausbildung weitergehen?

Nach meiner Ausbildung werde ich fest in einer unbefristeten Anstellung übernommen. Ich möchte weiterhin Erfahrungen im Haus sammeln, Dienste übernehmen und mich immer besser in den Beruf und das Team einfügen. Dabei ist mir besonders wichtig, mich fachlich und persönlich stetig weiterzuentwickeln. Für mich bedeutet das: lebenslanges Lernen.

Tipp

Alternativer Einstieg in die Ausbildung

Manche Schulabgänger haben bis zum 30. September keinen Ausbildungsvertrag. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, in deinen Wunschberuf zu starten. Diese Möglichkeit heißt betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ). Sie ist ein betriebliches und sozialversicherungspflichtiges Langzeitpraktikum, möglichst in einem Beruf, den du später erlernen möchtest. Die Einstiegsqualifizierung wird zwischen Betrieb und Jugendlichen vertraglich geregelt und kann zwischen vier bis zwölf Monaten dauern. Dein Gehalt während dieser Zeit wird im Vertrag mit dem Betrieb festgelegt und kann bis zu 276 Euro monatlich betragen, da der Betrieb einen Zuschuss von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter erhält (Stand 08/2024). Denn Ziel der Einstiegsqualifizierung ist der Beginn der Berufsausbildung im darauffolgenden Jahr.

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