Interview
Buchbinder/in
MACH MEHR AUS PAPIER
Tina Laudert | 23 Jahre
3 jahre
ø 724 € brutto
(im ersten Jahr)
welchen beruf lernst du?
Seit 2023 erlerne ich den Beruf des Medientechnologen im Bereich Druckweiterverarbeitung, ehemals auch bekannt als ,,Buchbinder“
was lernt man in diesem Beruf?
Um ein paar Beispiele zu nennen, lernt man wie Bücher, Broschüren, Flyer oder Visitenkarten produziert und hergestellt werden. Es ist faszinierend zu sehen, wie aus „einfachem“ Papier ein gebundenes Buch werden kann.
warum hast du dich für diesen beruf entschieden?
Ich mag es mit meinen eigenen Händen Sachen anzufertigen und meine Berufung sollte auch in diese Richtung gehen. Es ist schön etwas selbst hergestellt zu haben, wovon dann andere Menschen etwas haben.
Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?
Man braucht auf jeden Fall handwerkliches Geschick und Feingefühl, außerdem ist es von Vorteil, wenn man auch gut sehen kann, da man viel kontrollieren und messen muss.
Wie hast du deine Ausbildungsfirma gefunden?
Ich war lange auf der Suche nach einer passenden Ausbildung für mich. Ich wollte eine Berufung finden, bei der ich die Produkte selbst herstellen kann, also habe ich im Internet gesucht und fand die Website von Herrn Stelzig. Erst habe ich mich für ein Praktikum beworben und kurz danach war ich Aushilfe. Schließlich entschied ich mich, auch hier meine Ausbildung anzufangen.
Wie lange lernst du?
Als Medientechnologe Druck & Druckweiterverarbeitung lernt man 3 Jahre.
Welche Tipps würdest du künftigen Azubis in deinem Ausbildungsberuf geben?
Sei offen, höre gut zu und stelle Fragen, wenn du dir unsicher bist. Mache dir stets Notizen zu den Maschinen und den Arbeitsschritten.
Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen?
Ich werde im Betrieb bleiben wollen und werde mich weiterbilden im Beruf, zum Beispiel was den Druck selbst oder den Versand angeht.
Fakten zum Berufsbild
Buchbinder/in
Lernorte: Betrieb und Berufsschule
Buchbinder/innen gestalten buchbinderische Erzeugnisse in Einzel- und Sonder- oder in maschineller Fertigung. Sie reparieren Bücher und führen Sonderanfertigungen mit individuellen Ausstattungen wie Vergoldungen, Einfassungen oder Applikationen aus. Auch verstärken und überziehen sie Pläne, Landkarten, Fotos oder Bilder, rahmen diese oder stellen Passepartouts her.
Vor ihrem jeweiligen handwerklichen Auftrag wählen sie die geeigneten Techniken aus, berechnen und disponieren das Material und legen die Arbeitsabläufe fest. Sie bereiten die Arbeitsplätze vor, sorgen dafür, dass Geräte, Maschinen und Anlagen einsatzbereit sind, und richten diese ein. Bei der Herstellung der buchbinderischen Erzeugnisse bedienen sie die Maschinen und Geräte, steuern die Arbeits- oder Produktionsabläufe und dokumentieren deren Ergebnisse. Bei Einzel- und Sonderfertigungen stellen sie z.B. Produkte in manuellen Einband- und Bindetechniken sowie mit Plastik-, Spiral- und Drahtkammbindungen her. In maschineller Fertigung verarbeiten sie Produkte nach den Anforderungen teils rechnergestützter Produktionsprozesse. Bei allen Aufträgen agieren sie kosten- und qualitätsbewusst, berücksichtigen Kundenwünsche und Trends.
Welcher Schulabschluss wird erwartet?
Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.
Wo arbeitet man?
Beschäftigungsgsbetriebe:
- in Druckereien mit angeschlossener Buchbinderei
- in Betrieben der Druckweiterverarbeitung
- in Verlagen
Arbeitsorte:
- in Werkstätten oder Werkhallen
- ggf. in Verkaufsräumen
Worauf kommt es an?
Anforderungen:
- Sorgfalt (z.B. beim Veredeln oder Restaurieren von Büchern)
- Handwerkliches Geschick (z.B. beim Reparieren beschädigter Bucheinbände)
- Geschicklichkeit (z.B. beim manuellen Binden oder Anbringen von Intarsien)
- Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Restaurieren kostbarer antiquarischer Bücher)
- Sinn für Ästhetik (z.B. beim Gestalten und Verzieren von Büchern)
Schulfächer:
- Mathematik (z.B. um Längen, Flächen und typografische Maße zu berechnen)
- Werken (z.B. um Mappen und Passepartouts herzustellen)
- Chemie (z.B. um die Zusammensetzung von Stoffen besser einzuschätzen)
- Physik (z.B. um pneumatische und hydraulische Funktionen an Maschinen zu verstehen)
Tipp
BERUFE-UNIVERSUM IM INTERNET
Welcher Beruf passt zu mir? Wo kann ich mich über Berufe informieren und finde Tipps für meine Berufswahl?
Die Bundesagentur für Arbeit bietet ein umfangreiches und unabhängiges Informationsportal unter www.planet-beruf.de. Hier finden Schüler, Lehrer und Eltern Informationen zu Ausbildungsberufen, Bewerbungstraining, Interessenstests, Checklisten und vieles andere mehr. In diesem Berufe-Universum werden hunderte Berufsbilder – von A wie Altenpflegehelfer bis Z wie Zytologieassistent – beschrieben.
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Du kannst Schritt für Schritt durch das Programm gehen oder du holst dir gezielt die Informationen, die du benötigst. Wie du das machst, bleibt dir dabei selbst überlassen.