Interview

Maurer/in

STEIN UND STYLE

Jacob Heller | 17 Jahre

3 jahre

ø 1.122 € brutto

(im ersten Jahr)

welchen beruf lernst du?

Ich mache eine Ausbildung zum Maurer. Mir gefällt, dass man praktisch arbeitet und am Ende sieht, was man geschafft hat.

was lernt man in diesem Beruf?

Als Maurer lernt man Wände zu bauen, zu verputzen und mit Beton und Estrich zu arbeiten. Auch Trockenbau und Vorbereitungen für andere Gewerke gehören dazu. Unsere Firma ist sehr vielseitig, dadurch lerne ich viele Bereiche kennen.

warum hast du dich für diesen beruf entschieden?

Bei einem Schulpraktikum war ich schnell von der Arbeit begeistert. Mich hat interessiert, was hinter einem fertigen Mauerwerk steckt. Durch weitere Praktika und Ferienarbeit habe ich gemerkt, dass der Beruf zu mir passt.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Mathematik, logisches Denken und Vorstellungskraft sind wichtig. Dazu kommen Teamfähigkeit, Fleiß und Zuverlässigkeit. Man sollte auch Ratschläge und Kritik annehmen können.

Wie hast du deine Ausbildungsfirma gefunden?

Die Firma war in unserer Umgebung schon bekannt. Ich habe mich zusätzlich im Internet informiert. Durch Praktika und Ferienarbeit konnte ich den Betrieb kennenlernen und wusste, dass ich hier meine Ausbildung machen möchte.

Wie lange lernst du?

Die Ausbildung drei Jahre.

Welche Tipps würdest du künftigen Azubis in deinem Ausbildungsberuf geben?

Dranbleiben, Interesse zeigen und bei Unklarheiten nachfragen. Wichtig sind auch Fleiß, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Man sollte gut mit den Kollegen zusammenarbeiten.

Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen?

Ich möchte gerne übernommen werden und erst einmal als Geselle Erfahrungen sammeln. Mein langfristiges Ziel wäre vielleicht sogar eine eigene Firma.

Fakten zum Berufsbild

Maurer/in

Lernorte: Betrieb und Berufsschule

Maurer/innen stellen Rohbauten für Wohn- und Geschäftsgebäude her. Zunächst betonieren sie das Fundament, dann mauern bzw. betonieren sie Außen- und Innenwände sowie Geschossdecken oder montieren diese aus Fertigteilen. Für Betonarbeiten fertigen sie Schalungen oder montieren Schalungssysteme. Sie setzen Bewehrungen ein, die sie aus Betonstahl z.T. selbst anfertigen. Sie mischen Beton oder verarbeiten fertig gelieferten Transportbeton. Den frischen Beton bringen sie in die Schalungen ein und verdichten ihn.
Teilweise verputzen sie auch Wände, verlegen Estriche oder bauen Dämm- und Isoliermaterialien ein. Darüber hinaus führen sie Abbruch- und Umbauarbeiten durch. Bei Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten stellen sie Bauschäden und deren Ursachen fest und beheben diese.

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein.

Wo arbeitet man?

Beschäftigungsgsbetriebe:

  • bei Hochbauunternehmen
  • in Sanierungs- und Modernisierungsunternehmen

Arbeitsorte:

  • auf Baustellen im Freien
  • in Rohbauten

Worauf kommt es an?

Anforderungen:

  • Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben und Tragen von Baumaterial)
  • Handwerkliches Geschick (z.B. beim genauen Setzen von Mauersteinen)
  • Körperbeherrschung und Schwindelfreiheit (z.B. bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten)
  • Teamfähigkeit (z.B. bei der Montage von schweren Fertigteilen)

Schulfächer:

  • Mathematik (z.B. für Baustoffbedarfsermittlungen, Flächenberechnungen und das Erstellen der Aufmaße )
  • Werken/Technik (z.B. bei der Arbeit mit Werkzeugen, Maschinen und Geräten am Bau; techni-sches Zeichnen)
  • Physik (z.B. für die richtige Einschätzung der Eigenschaften von Werkstoffen und der Wirkung von Kräften und Hebelarten)

Tipp

ALTERNATIVER EINSTIEG IN DIE AUSBILDUNG

Manche Schulabgänger haben bis zum 30. September keinen Ausbildungsvertrag. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, in deinen Wunschberuf zu starten. Diese Möglichkeit heißt betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ). Sie ist ein betriebliches und sozialversicherungspflichtiges Langzeitpraktikum, möglichst in einem Beruf, den du später erlernen möchtest. Die Einstiegsqualifizierung wird zwischen Betrieb und Jugendlichen vertraglich geregelt und kann zwischen vier bis zwölf Monaten dauern. Dein Gehalt während dieser Zeit wird im Vertrag mit dem Betrieb festgelegt und beträgt mindestens 276 Euro monatlich, da der Betrieb einen Zuschuss von der Agentur für Arbeit erhält. Denn Ziel der Einstiegsqualifizierung ist der Beginn der Berufsausbildung im darauffolgenden Jahr.

www.arbeitsagentur.de
www.ihk.de/ausbildung
www.zdh.de

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