Interview
Drogist/in
VON NATUR BIS KOSMETIK
Leonie John | 19 Jahre
3 jahre
ø 1.250 € brutto
(im ersten Jahr)
welchen beruf lernst du?
Ich lerne den Beruf Drogistin.
was lernt man in diesem Beruf?
In diesem Beruf lernt man eine Kombination aus fachlichem Wissen und persönlicher Entwicklung. Zum einen baut man umfangreiches Wissen über Produkte, Inhaltsstoffe sowie die Bereiche Kosmetik, Gesundheit und Pflege auf. Zum anderen entwickelt man wichtige Fähigkeiten im Umgang mit Menschen wie zum Beispiel Kundenberatung, Einfühlungsvermögen und Kommunikation. Man lernt, auf unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen und individuelle Lösungen zu finden. Außerdem übernimmt man schon früh Verantwortung und wächst mit den eigenen Aufgaben. Dabei gehört es auch dazu Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Insgesamt ist es ein Beruf, indem man sich fachlich und persönlich immer weiterentwickelt.
warum hast du dich für diesen beruf entschieden?
Ich habe mich für den Beruf der Drogistin entschieden, weil ich schon früh gemerkt habe, dass ich gern mit Menschen Arbeite und ihnen helfen möchte. Mir macht es Spaß, auf unterschiedliche Personen einzugehen, sie zu beraten und gemeinsam Lösungen für ihre Bedürfnisse zu finden. Außerdem interessiere ich mich sehr für Trends, besonders im Bereich Kosmetik und Hautpflege. Für mich verbindet der Beruf der Drogistin genau das, was mir wichtig ist: den Kontakt zu Menschen, die Möglichkeit zu helfen und gleichzeitig mein Interesse an Beauty, Gesundheit und aktuellen Trends einzubringen.
Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?
Für den Beruf der Drogistin sind vor allem soziale und kommunikative Fähigkeiten wichtig. Man sollte offen auf Menschen zugehen können, empathisch sein und Freude daran haben, Kunden individuell zu beraten. Außerdem ist Interesse an Trends, besonders im Bereich Kosmetik und Pflege ebenfalls von Vorteil, um Kunden kompetent beraten zu können. Darüber hinaus sollte man motiviert sein, Neues zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich weiterzuentwickeln.
Wie hast du deine Ausbildungsfirma gefunden?
Auf meine Ausbildungsstelle bei dm bin ich durch eine Kampagne aufmerksam geworden. Ich habe damals einen Flyer gesehen, mit dem gezielt Auszubildende angesprochen wurden. Die Art, wie dm die Ausbildung präsentiert hat, hat mich direkt angesprochen, weil sie modern und authentisch gewirkt hat. Daraufhin habe ich mich mehr über das Unternehmen und den Beruf informiert und mich schließlich für eine Bewerbung entschieden. Rückblickend war das für mich genau die richtige Entscheidung.
Wie lange lernst du?
Die Ausbildung zur Drogistin dauert insgesamt 3 Jahre und ist Dual aufgebaut. Das bedeutet, dass ich sowohl praktische Erfahrungen im Unternehmen sammeln kann, als auch die theoretischen Inhalte in der Berufsschule erlerne.
Welche Tipps würdest du künftigen Azubis in deinem Ausbildungsberuf geben?
Ein Tipp, den ich zukünftigen Azubis geben würde, ist offen mit Verantwortung umzugehen und sich davon nicht verunsichern zu lassen. Gerade am Anfang kann es ungewohnt sein, dass man schon so früh eigene Entscheidungen treffen darf. Mir persönlich ist es schwergefallen, diese Verantwortung anzunehmen, weil ich alles direkt richtig machen wollte. Mit der Zeit habe ich aber gelernt, dass es völlig in Ordnung ist Fehler zu machen und dass man gerade daraus am meisten lernt. Deshalb würde ich sagen: Traut euch, Entscheidungen zu treffen, stellt fragen, wenn ihr unsicher seid und seht Fehler nicht als Rückschlag, sondern als wichtigen Teil eurer Entwicklung.
Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen?
Nach meiner Ausbildung möchte ich gerne weiterhin im Unternehmen bleiben und mich bei dm weiterentwickeln. Mir ist es wichtig, meine bisherigen Erfahrungen zu vertiefen und noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig kann ich mir gut vorstellen, mich fachlich weiterzubilden zum Beispiel durch eine Weiterbildung als Handelsfachwirt. Auch der Bereich Kosmetik interessiert mich sehr, weshalb ich es spannend fände, mich zusätzlich in Richtung Visagistin weiterzuentwickeln. Insgesamt ist es mein Ziel, mich sowohl persönlich als auch fachlich weiterzuentwickeln und langfristig im Unternehmen zu wachsen.
Fakten zum Berufsbild
Drogist/in
Lernorte: Betrieb und Berufsschule
Drogisten und Drogistinnen beraten ihre Kunden z.B. über die Inhaltsstoffe von Kosmetika, bestimmter Lebensmittel, Körperpflege- oder Waschmittel. Darüber hinaus klären sie über die Anwendung von Heil- und Hilfsmitteln sowie von frei verkäuflichen Arzneimitteln, über Einsatzgebiete und umweltfreundliche Entsorgung von Pflanzenschutzmitteln oder Insektengiften auf. Sie empfehlen geeignete Produkte, unterstützen Kunden bei der Bedienung von Digitalfototerminals und bedienen die Kasse.
Außerdem gestalten sie die Sortimentsauswahl mit und nutzen dabei ihr Wissen über die Kundenwünsche aus der Kundenbetreuung. Sie bestellen Waren, nehmen diese an und lagern sie. Um die Waren ansprechend zur Geltung zu bringen, gestalten und dekorieren sie Schaufenster und Verkaufsräume. Darüber hinaus planen und realisieren sie verkaufsfördernde Maßnahmen und übernehmen organisa-torische und kaufmännische Tätigkeiten im Personal- und Rechnungswesen.
Welcher Schulabschluss wird erwartet?
Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.
Wo arbeitet man?
Beschäftigungsgsbetriebe:
- in Drogerien bzw. in Drogerieabteilungen von Kaufhäusern oder Supermärkten
- im Großhandel für kosmetische Erzeugnisse und Körperpflegemittel oder pharmazeutische Produkte
Arbeitsorte:
- in Verkaufsräumen
- in Lagerräumen
Worauf kommt es an?
Anforderungen:
- Kundenorientierung, Kommunikationsfähigkeit und Kontaktbereitschaft (z.B. für das Beraten von Kunden)
- Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. bei der Kassenabrechnung, beim Verkauf von Pflanzenschutzmitteln und Insektengiften)
Schulfächer:
- Mathematik (z.B. um Preise und Rabatte zu berechnen)
- Chemie/Biologie (z.B. um Kundschaft über Inhaltsstoffe und Wirkung der Produkte zu beraten)
- Deutsch (z.B. um Geschäftsbriefe und Angebote zu verfassen)
- Wirtschaft (z.B. um Aufgaben im Rechnungswesen zu übernehmen)
Tipp
WIE BEWIRBST DU DICH RICHTIG?
Nimm dir Zeit mit der Bewerbung und sende sie niemals voreilig ab! Informiere dich über die Bewerbungszeiträume, um Fristen nicht zu verpassen. Muster-Bewerbungsschreiben helfen dir, die richtige Form einzuhalten. Vermeide Copy-and-Paste aus dem Internet, da Personaler das sofort erkennen.
Der erste Eindruck zählt! Ob Online- oder Print-Bewerbung, das geht meist aus dem Stellengesuch hervor. Bei Unsicherheiten, frage nach. Deine Bewerbung sollte enthalten: Anschreiben, Lebenslauf und Abschlusszeugnis bzw. Halbjahreszeugnis.
Ein Bewerbungsfoto ist zwar nicht zwingend, aber ratsam. Verwende eine neutrale Mappe und ein Deckblatt mit deinen Kontaktdaten und dem Ausbildungsplatz. Versende nur beglaubigte Kopien deiner Dokumente.
Das Anschreiben sollte maximal eine A4-Seite lang sein und sachlich begründen, warum du dich bewirbst. Präsentiere deine Motivation persönlich, aber präzise in kurzen Sätzen. Der Schlusssatz sollte freundlich und selbstbewusst sein.