Interview
WERKZEUGMECHANIKER/IN
VON DER IDEE ZUR REALITÄT
Lucas Fricke | 18 Jahre
3,5 jahre
ø 1.308 € brutto
(im ersten Jahr)
welchen beruf lernst du?
Ich absolviere derzeit eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker mit dem Schwerpunkt Formentechnik bei Grunewald Tooling GmbH & Co. KG, in Hohe Börde OT Irxleben. Jetzt bin ich im dritten Ausbildungsjahr.
was lernt man in diesem Beruf?
Als Werkzeugmechaniker stellt man präzise Werkzeuge, Formen und Vorrichtungen für die industrielle Serienproduktion her, zum Beispiel Spritzgussformen oder Stanzwerkzeuge. Außerdem erlerne ich das Bedienen und Programmieren von CNC.
warum hast du dich für diesen beruf entschieden?
Ein Freund erzählte mir, dass er Werkzeugmechaniker gelernt hat und dass ihm dieser Beruf sehr viel Spaß macht. Nachdem er mein Interesse geweckt hatte, empfahl er mir, die Ausbildung im gleichen Unternehmen zu absolvieren, in dem er gelernt hat und in dem er heute noch beschäftigt ist.
Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?
Du brauchst vor allem handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen sowie Genauigkeit und gute Noten in Physik und Mathe.
Wie hast du deine Ausbildungsfirma gefunden?
Auf die Firma wurde ich durch einen Freund aufmerksam gemacht. Er weiß, dass diese Firma ein guter Ausbildungsbetrieb ist.
Wie lange lernst du?
Regulär dreieinhalb Jahre.
Welche Tipps würdest du künftigen Azubis in deinem Ausbildungsberuf geben?
Wenn etwas schiefgeht oder du eine Aufgabe nicht besonders gut erledigst, ist das kein Problem. Wichtig ist nur, dass du dann mit deinem Ausbilder sprichst und besprichst, was du beim nächsten Mal besser oder anders machen solltest.
Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen?
Nach meiner erfolgreichen Ausbildung möchte ich gerne weiterhin bei der Grunewald Tooling GmbH & Co. KG arbeiten, um weitere Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen zu sammeln.
Fakten zum Berufsbild
WERKZEUGMECHANIKER/IN
Lernorte: Betrieb und Berufsschule
Werkzeugmechaniker/innen fertigen Stanzwerkzeuge, Gieß- und Spritzgussformen oder Vorrichtungen für die industrielle Serienproduktion und den Maschinenbau, zudem auch feinmechanische bzw. chirurgische Instrumente. Für die Herstellung setzen sie meist CNCgesteuerte Werkzeugmaschinen ein, die sie selbst programmieren. Mithilfe der Dreh-, Fräs-, Schleif- und Bohrmaschinen fertigen sie die Einzelteile der oft komplexen Werkzeuge an. Dabei halten sie die durch technische Zeichnungen vorgegebenen Maße exakt ein. Einzelteile montieren sie zu fertigen Werkzeugen und bauen sie in die Produktionsmaschinen ein, z.B. in Stanzmaschinen. Sie führen Probeläufe durch und kontrollieren die fertigen Erzeugnisse. Auch die Wartung und Instandhaltung von Werkzeugen und Maschinen gehört zum Aufgabengebiet.
Welcher Schulabschluss wird erwartet?
Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.
Wo arbeitet man?
Beschäftigungsgsbetriebe:
- in Betrieben der metall- und kunststoffverarbeitenden Industrie (mit Serienfertigung)
- in Werkzeugbaubetrieben
- in Unternehmen, die feinmechanische bzw. medizintechnische Geräte herstellen
Arbeitsorte:
- in Werkstätten, in Produktionshallen
- darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch beim Kunden
Worauf kommt es an?
Anforderungen:
- Sorgfalt (z.B. für das präzise, maßgetreue Anfertigen von Werkstücken)
- Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Sägen, Fräsen, Feilen und Schleifen von Metallteilen)
- Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. bei der Montage von Bauteilen, bei Wartungsarbeiten)
- Verantwortungsbewusstsein (z.B. Einhalten der Datenschutzvorschriften bei der Arbeit mit informationstechnischen Systemen)
Schulfächer:
- Werken/Technik (z.B. um Schleif- und Fräsmaschinen zu bedienen)
- Physik (z.B. um mechanische Grundlagen zu verstehen)
- Mathematik (z.B. um beim maschinellen Spanen Maschinenwerte zu berechnen)
- Informatik (z.B. um CNC-Maschinen zu bedienen)
Tipp
DIE ANTWORT KOMMT
Die Zusage kommt mit kleiner Post, die Absage mit großer Post. Erfahrene Bewerber erkennen dies bereits beim Öffnen des Briefkastens: Eine Zusage ist meist eine kurze Mitteilung im Standardformat, während bei einer Absage die Bewerbungsunterlagen zurückgeschickt werden. Bei einer Zusage solltest du den Ausbildungsbetrieb schnell informieren, dass du den Platz annimmst. In einer guten Arbeitsmarktlage kann es vorkommen, dass man mehrere Zusagen erhält. Entscheide dich rasch und informiere die Unternehmen über deine Entscheidung – nichts zu tun ist unhöflich und verbaut anderen Bewerbern Chancen. Bei einer Absage gibt es keinen Grund aufzugeben! Es ist erfreulich, wenn die ersten Bewerbungen gleich zu Einladungen führen, aber eine Absage ist nicht tragisch. Besonders in begehrten Berufen ist der Andrang groß, und oft entscheiden Kleinigkeiten über die Auswahl. Lass dich von einer Absage nicht entmutigen!