Interview

Elektroniker/in für Betriebstechnik

STROM IST VERANTWORTUNG

André Radtke | 30 Jahre

3,5 jahre

ø 970 € brutto

(im ersten Jahr)

welchen beruf lernst du?

Elektroniker für Betriebstechnik, Tätigkeitsbereich Elektromonteur

was lernt man in diesem Beruf?

Als Azubi im Tätigkeitsbereich des Elektromonteurs lernt man den fachgerechten Umgang mit Kabeln, die im Erdreich verlegt werden. Dazu zählen unter anderem das Verlegen, das Abmanteln/ Abisolieren, das Verbinden & das Montieren der Leitungen im Spannungsbereich von 1kV (1000 Volt) bis 30 kV (30000 Volt).

warum hast du dich für diesen beruf entschieden?

Ich habe mich für diesen Beruf entschieden, da schon im Jugendalter bei mir ein großes Interesse für Strom, Elektro und Technik bestand. Dass ich im Bereich des Elektromonterus also im Straßenbau landete, war eher Zufall, jedoch erwies sich dieser Bereích schnell als abwechslungsreich und spannend, weshalb ich wusste, dass das der richtige Platz für mich ist.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Grundlegend für den Beruf des Elektronikers sollte man technisches, mathematisches & physikalisches Verständnis haben. Weiterhin gelten handwerkliche Grundfertigkeiten & Teamfähigkeiten als Voraussetzung.

Wie hast du deine Ausbildungsfirma gefunden?

Durch regionale Ansässigkeit und Präsenz.

Wie lange lernst du?

Offiziell erlernt man diesen Beruf 3,5 Jahre im dualen System. Aufgrund hervorragender schulischer Leistungen konnte ich diese Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzen.

Welche Tipps würdest du künftigen Azubis in deinem Ausbildungsberuf geben?

Mein Tipp für künftige Azubis: Versucht schon im Voraus handwerkliches Interesse zu entwickeln, denn Handwerk hat „goldenen Boden“ und kann nicht durch Technik und KI ersetzt werden.

Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen?

Aktuell besuche ich eine Weiterbildung zum „geprüften Industriemeister Elektrotechnik“, um meinem Betrieb bestmögliche Unterstützung zu gewährleisten.

Fakten zum Berufsbild

Elektroniker/in für Betriebstechnik

Lernorte: Betrieb und Berufsschule

Elektroniker/innen für Betriebstechnik installieren elektrische Bauteile und Anlagen in den Bereichen elektrische Energieversorgung, industrielle Betriebsanlagen oder Gebäudesystem- und Automatisierungstechnik. Sie entwerfen Anlagenänderungen und ‑erweiterungen, installieren Leitungsführungssysteme und Energieleitungen, richten Maschinen und Antriebssysteme ein und montieren Schaltgeräte. Außerdem programmieren, konfigurieren und prüfen sie Systeme und Sicherheitseinrichtungen. Sie überwachen die Anlagen auch, warten sie regelmäßig, führen regelmäßige Prüfungen durch und reparieren sie im Falle einer Störung. Sie organisieren auch die Montage von Anlagen und überwachen die Arbeit von Dienstleistern und anderen Gewerken. Bei der Übergabe der Anlagen weisen Elektroniker/innen für Betriebstechnik die zukünftigen Anwender in die Bedienung ein.

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Wo arbeitet man?

Beschäftigungsgsbetriebe:

  • bei Herstellern von industriellen Prozesssteuerungseinrichtungen
  • in Betrieben der Elektroinstallation
  • in Betrieben der Energieversorgung
  • in Unternehmen, die Produktions- und Betriebsanlagen einsetzen

Arbeitsorte:

  • in Werk- bzw. Produktionshallen
  • in Werkstätten
  • ggf. auf Baustellen im Freien

Worauf kommt es an?

Anforderungen:

  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verlegen von Kabeln an schwer zugänglichen Stellen)
  • Technisches Verständnis (z.B. beim Planen elektrischer Anlagen, beim Einbauen von Schaltgeräten)
  • Umsicht (z.B. beim Arbeiten an stromführenden Bauteilen und Spannungsanschlüssen)
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Prüfen der Sicherheits- und Schutzfunktionen elektrischer Anlagen)

Schulfächer:

  • Mathematik (z.B. um elektrische Größen zu berechnen)
  • Physik (z.B. um den Aufbau und die Funktionsweisen verschiedener Bauteile zu verstehen)
  • Werken/Technik (z.B. um Baugruppen in einem Schaltschrank zu montieren oder Schaltpläne anzufertigen)
  • Informatik (z.B. um den Zugang zum Programmieren zu erleichtern)

Tipp

FÖRDERUNG UND UNTERSTÜTZUNG

Während deiner Berufsausbildung erhältst du eine Vergütung, die im Ausbildungsvertrag festgelegt ist und sich nach Branche, Region und Tarifvereinbarungen richtet. In Betrieben ohne Tarifbindung darf dein Gehalt höchstens 20 Prozent unter dem Branchendurchschnitt liegen. Wenn das Lehrlingsgehalt nicht ausreicht, kann die Agentur für Arbeit mit einer Förderung aus dem Vermittlungsbudget unterstützen. Kläre die möglichen Kostenübernahmen mit deinem Berufsberater. Zudem zahlt die Agentur während der Ausbildung eine Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Den BAB-Rechner findest du online, um zu prüfen, ob du Anspruch hast. Bei einer Zweitausbildung gibt es keinen BAB-Anspruch. Alternativ kannst du Wohngeld beantragen, jedoch nur eine der beiden Leistungen in Anspruch nehmen. Für schulische Ausbildungen ohne Vergütung kannst du Bafög beim Amt für Ausbildungsförderung beantragen; weitere Infos findest du auf den entsprechenden Websites.

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