Interview

Gestalter/in für visuelles Marketing

Mit Kreativität und handwerklichem Geschick

Grace Winter | 21 Jahre

3 jahre

ø 1.030 € brutto

(im ersten Jahr)

welchen beruf lernst du?

Ich mache eine Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing. Mein Ausbildungsunternehmen ist Porta Möbel in Dessau-Roßlau.

was lernt man in diesem Beruf?

Der Beruf ist sehr vielseitig. Man lernt unter anderem das Tapezieren und Streichen, das Plotten von Schriftzügen sowie das Gestalten und Dekorieren von Verkaufsflächen und Schaufenstern. Es geht darum, Produkte oder Leistungen verkaufsfördernd in Szene zu setzen. In der Berufsschule stehen Themen wie Farbenlehre, Modellbau, Gestaltung und die Kalkulation von Projekten auf dem Lehrplan.

warum hast du dich für diesen beruf entschieden?

An dem Beruf gefällt mir besonders die abwechslungsreiche Arbeit. Man ist nicht den ganzen Tag am Computer, sondern wechselt zwischen praktischen Aufgaben, kreativem Gestalten und der Entwicklung eigener Ideen, zum Beispiel in Form von Bildcollagen. Auch privat bin ich oft gestalterisch tätig und dekoriere gern.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Wichtig sind handwerkliches Geschick und ein kreativer Kopf, in meinen Fall bei der Ausbildung im Möbelhaus zum Beispiel bei der Anbringung von Bildern oder dem stilvollen Eindecken von Esstischen.

Wie hast du deine Ausbildungsfirma gefunden?

Über die Google-Suche wurde mir meine Ausbildungsfirma vorgeschlagen. Da ich mich ohnehin besonders für die Möbel- und Einrichtungsbranche interessiert habe, war es für mich sofort interessant.

Wie lange lernst du?

Die Ausbildung dauert regulär drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre möglich.

Welche Tipps würdest du künftigen Azubis in deinem Ausbildungsberuf geben?

Auch ohne viel handwerkliche Erfahrung sollte man sich nicht unsicher fühlen, vieles lernt man während der Ausbildung. Außerdem lohnt es sich, kreative Ideen durch Fotos festzuhalten, so hat man eine Ideensammlung, auf die man später zurückgreifen kann.

Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen?

Die Ausbildung bietet letztendlich Einblicke in verschiedene Berufsfelder und Bereiche des visuellen Marketings. Nach dem Abschluss möchte ich zunächst weitere Erfahrungen sammeln und mich anschließend möglicherweise auf einen Bereich spezialisieren, der mir besonders liegt.

Fakten zum Berufsbild

Gestalter/in für visuelles Marketing

Lernorte: Betrieb und Berufsschule

Gestalter/innen für visuelles Marketing beschäftigen sich mit der Verkaufsförderung. Ihr Arbeitsbereich umfasst die Präsentation von Waren, Produkten und Dienstleistungen sowie Werbung, Events, Öffentlichkeitsarbeit und Promotion. Sie dekorieren Schaufenster und Erlebnisräume und planen Veranstaltungen oder Verkaufsaktionen, um das Interesse potenzieller Kunden zu wecken. Bei der Entwicklung ihrer Gestaltungskonzepte beziehen sie aktuelle Trends mit ein und achten darauf, dass auch die Unternehmensphilosophie kommuniziert wird. Sie verstehen sich darauf, Licht, Formen, Farben und andere Gestaltungselemente effektvoll einzusetzen. Zudem beschaffen sie Werkstoffe oder Präsenta- tionsmittel. Mit Grafik-, Layout- und Bildbearbeitungsprogrammen erstellen sie Konzeptentwürfe und gestalten Präsentationsmittel. Kosten- bzw. Angebotskalkulationen sowie Erfolgskontrollen gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben.

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

Wo arbeitet man?

Beschäftigungsgsbetriebe:

  • in Einzelhandelsgeschäften, z.B. in Kauf- und Möbelhäusern
  • bei Kongresszentren oder Ausstellungsveranstaltern

Arbeitsorte:

  • in Büroräumen
  • in Werkstätten
  • in Verkaufsräumen
  • in Messehallen

Worauf kommt es an?

Anforderungen:

  • Handwerkliches Geschick (z.B. beim Anfertigen von Dekorationsteilen)
  • Zeichnerische Fähigkeiten und räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. beim Anfertigen von maẞstabgerechten Vorentwürfen)
  • Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. Entwickeln und Umsetzen von Ideen zur Gestaltung von Verkaufs- oder Ausstellungsräumen)

Schulfächer:

  • Werken/Technik (z.B. um Dekorationselementen anzufertigen)
  • Kunst (z.B. um Wandflächen zu gestalten)
  • Deutsch (z.B. um mit der Kundschaft zu kommunizieren und Konzepte zu präsentieren)
  • Mathematik (z.B. um den Materialbedarf für geplante Projekte zu kalkulieren)
  • Englisch (z.B. um mit englisch dokumentierter Software umzugehen)

Tipp

DIE ANTWORT KOMMT

Die Zusage kommt mit kleiner Post, die Absage mit großer Post. Erfahrene Bewerber erkennen dies bereits beim Öffnen des Briefkastens: Eine Zusage ist meist eine kurze Mitteilung im Standardformat, während bei einer Absage die Bewerbungsunterlagen zurückgeschickt werden. Bei einer Zusage solltest du den Ausbildungsbetrieb schnell informieren, dass du den Platz annimmst. In einer guten Arbeitsmarktlage kann es vorkommen, dass man mehrere Zusagen erhält. Entscheide dich rasch und informiere die Unternehmen über deine Entscheidung – nichts zu tun ist unhöflich und verbaut anderen Bewerbern Chancen. Bei einer Absage gibt es keinen Grund aufzugeben! Es ist erfreulich, wenn die ersten Bewerbungen gleich zu Einladungen führen, aber eine Absage ist nicht tragisch. Besonders in begehrten Berufen ist der Andrang groß, und oft entscheiden Kleinigkeiten über die Auswahl. Lass dich von einer Absage nicht entmutigen!

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