Interview

STRASSENBAUER/IN

BEGEHBAR. PUNKT.

Pia Afsin | 19 Jahre

2 jahre

ø 1.122 € brutto

(im ersten Jahr)

welchen beruf lernst du?

Ich mache eine Ausbildung zur Pflasterin.

was lernt man in diesem Beruf?

Die Ausbildung ist sehr abwechslungsreich. Ich lerne, Flächen wie Parkplätze, Wege und Einfahrten zu pflastern und den Untergrund dafür richtig aufzubauen. Auch das Verlegen von Rohren und der Kanalbau gehören dazu. Wir arbeiten im öffentlichen und privaten Bereich.

warum hast du dich für diesen beruf entschieden?

Ich bin mit solchen Arbeiten groß geworden. Bei Freunden und meiner Familie habe ich oft zugeschaut und mitgeholfen. Das hat mir Spaß gemacht und ich wollte den Beruf selbst ausprobieren.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Man sollte körperlich fit sein und gerne anpacken. Mathematik ist wichtig, um zum Beispiel Flächen zu berechnen. Außerdem muss man teamfähig sein, da man den ganzen Tag mit seinen Kollegen zusammenarbeitet.

Wie hast du deine Ausbildungsfirma gefunden?

Eine Freundin gab mir die Adresse der Firma. Nach einem Praktikum dort wusste ich, dass es für mich passt.

Wie lange lernst du?

Die Ausbildung dauert zwei Jahre, danach kann ich noch ein drittes Ausbildungsjahr anschließen.

Welche Tipps würdest du künftigen Azubis in deinem Ausbildungsberuf geben?

Man sollte mit Herz dabei sein, Lust auf den Beruf haben und gerne draußen arbeiten. Man muss anpacken können und darf sich auch als Frau von einer Männerdomäne nicht abschrecken lassen.

Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen?

Ich möchte gerne das dritte Lehrjahr machen und anschließend übernommen werden. Später wäre eine Meisterausbildung mein Wunsch.

Fakten zum Berufsbild

STRASSENBAUER/IN

Lernorte: Betrieb und Berufsschule

Straßenbauer/innen bauen Haupt- und Nebenstraßen, Geh- und Fahrradwege, Fußgängerzonen sowie Autobahnen und Flugplätze. Nach dem Abstecken der Baustelle beginnen sie mit den Erdarbeiten. Sie lösen Bodenmassen, transportieren, planieren und verdichten diese. Dazu setzen sie Bagger, Raupen und Walzen ein. Auf den verdichteten Untergrund bringen sie als Unterbau meist eine Schotterschicht und weitere Gesteinsgemische auf. Den Abschluss bildet eine Beton- oder Asphaltdecke als Fahrbahn. Außerdem führen Straßenbauer/innen Pflasterarbeiten aus und stellen Randbefestigungen, Böschungen sowie Entwässerungsgräben her. Neben dem Neubau übernehmen sie auch Unterhaltungs- und Reparaturarbeiten an Wegen und Straßen.

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein.

Wo arbeitet man?

Beschäftigungsgsbetriebe:

  • im Straßen-, Rollbahnen- und Sportanlagenbau
  • im Schachtbau sowie im Rohrleitungs- und Kabelleitungstiefbau
  • bei kommunalen Bauämtern oder Straßen- und Autobahnmeistereien

Arbeitsorte:

  • im Freien auf Baustellen

Worauf kommt es an?

Anforderungen:

  • Handwerkliches Geschick (z.B. beim Handhaben vonMessgeräten und Handwerkzeugen)
  • Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Glätten von Asphaltoberflächen mit Handwerkzeugen)
  • Sorgfalt und Umsicht (z.B. beim Verlegen und Versetzen von Pflastersteinen bzw. beim Arbeiten mit Straßenbaumaschinen)

Schulfächer:

  • Werken/Technik (z.B. für die Arbeit mit verschiedenen Werkzeugen und Maschinen; technisches Zeichnen)
  • Mathematik (z.B. für das Berechnen des Baustoffbedarfs)
  • Physik (z.B. für das Verständnis der Wirkung von Kräften und Hebelarten)
  • Chemie (z.B. beim Herstellen von Materialmischungen)

Tipp

SURFEN UND INFORMIEREN

Auch im Internet kannst du dich umfassend zum Thema Ausbildung informieren. Wir nennen dir hier eine Auswahl der wichtigsten Seiten:

www.azubis.de
Neben dem Finden von Ausbildungs- und Praktikaangeboten, kannst du ein kostenloses Bewerberprofil anlegen und dich von Firmen ganz einfach finden lassen.

www.hallo-beruf.de
Die Lehrstellenbörse der IHK, HWK und Arbeitsagentur Sachsen-Anhalts. Hier ist eine gezielte Suche nach Ausbildungsplätzen, dualen Studiengängen, kombinierten Aus- und Weiterbildungen sowie Praktika möglich.

www.bibb.de
Hier bekommst du Informationen zu Forschung und Entwicklung, Dienstleistung und Beratung auf dem Gebiet der beruflichen Bildung.

www.zdh.de
Website des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks mit Adressen und Ansprechpartnern der jeweiligen Handwerkskammern sowie Infos zur Ausbildung im Handwerk.

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